Lyophilisat
Auch: Gefriertrocknung, Lyophilisation
Durch Gefriertrocknung gewonnener, wasserfreier Feststoff.
Bereich: Laborpraxis
Ein Lyophilisat entsteht durch Gefriertrocknung: Die gefrorene Probe wird im Vakuum getrocknet, sodass das Eis direkt vom festen in den gasförmigen Zustand übergeht (Sublimation) und die flüssige Phase übersprungen wird.
Für Peptide ist das Verfahren aus zwei Gründen etabliert:
- Stabilität. Ohne Wasser laufen Hydrolyse und die meisten Abbaureaktionen praktisch nicht ab. Das trockene Material ist dadurch deutlich länger haltbar als eine Lösung.
- Transport. Lyophilisate überstehen kurze Zeiträume bei Umgebungstemperatur, was den Versand ohne durchgehende Kühlkette möglich macht.
Das Ergebnis ist ein lockeres, oft watteartiges weißes Pulver. Ein Teil des Materials kann sich beim Transport am Stopfen oder an der Vialwand absetzen — das ist normal und kein Qualitätsmangel.
Lyophilisate sind hygroskopisch. Siehe Lagerung lyophilisierter Peptide.